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Zeitreise in Stuttgart Heslach

Da ich schon seit 3 Tagen flach liege und eine Erkältung ausbrüte, war heute Zeit, zum Arzt zu gehen.
Nachdem einige Ärzte in meiner Nähe freitag nachmittags zu hatten, habe ich beim 5ten Versuch einen Arzt gefunden. Er hätte von 17 bis 19 Uhr geöffnet und ich solle doch vorbeikommen.

Ich kam, sah und … kriegte einen Zeit- und Kulturschock. Bin ich denn bei der Haustüre unbemerkt durch ein Raum-Zeit-Kontinuum getreten und hat es mich in die 80er Jahre gebracht?

Es empfing mich eine ältere Dame mit langen blonden Haaren, die mich freundlich zum Empfang geleitete. Der Empfang bestand aus einem Kartenlesegerät, einem Uralt-Drucker und einem Schreibtisch, der noch nie das Wort „Empfang“ gehört zu haben schien. Die freundliche Dame ignorierte mit einem Lächeln meine Versuche, zu beschreiben, was ich eigentlich hier will und forderte meine Krankenkassenkarte und meine 10 Euro. Nachdem sie die Daten ausgedruckt hatte, dass ich meine Praxisgebühr gezahlt hätte, gab sie mir noch einen Zettel mit den Öffnungszeiten mit. Diese „Visitenkarte“ war von einem Block aus mindestens 50 anderen „Visitenkarten“. Die „Visitenkarte“ war weder ausgedruckt, noch in einem handlichen Format. Sie war auf rosa Papier und es waren handschriftlich (!) die Öffnungszeiten hinterlegt. Bild kommt noch.

Naja, ich dachte mir, der wird nie mein Hausarzt… 😉

Aber ich hatte den Arzt ja noch garnicht gesehen! Nach 2 Minuten Wartezeit wurde ich hereingebeten und ein älterer Herr (vermutlich der Arzt) bat mich doch, hinzusetzen. Er starrte auf seinen Laptop (hatte ich richtig gesehen?) und auf sein am Laptop angeschlossenes Display, welches auf so einem kleinen Badezimmerhocker stand. Er hörte sich meine Beschwerden an, schaute mir in den Rachen und hörte meine Lungen ab…also doch der Arzt! Nach 3 Minuten Untersuchung durfte ich mir 10 Minuten (gefühlte 20) anhören, wie das Medikament, das er mir verschrieb, überhaupt wirkt. Und wer schon bei Dr. House mal nicht mitkommt, der hätte keine Freude an diesem Arzt.

Er empfohl mir natürlich, noch weitere Medikamente einzunehmen, sobald ich wieder gesund bin. Moment…Medikamente? Wenn ich gesund bin? Humbug!

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1 Kommentar

  • Am 20. November 2009 17:51 schrieb Markus Antecki:

    Eindeutig die Medikamenten Mafia, „VORSICHT“ die Falle kann einen überall erwischen….

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