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Meine Eindrücke und Gedanken zur außerordentlichen Mitgliederversammlung

Ich habe gestern für die Ausgliederung gestimmt. Warum?

Ich war vor der Veranstaltung unentschlossen, meine Tendenz ging ins nirgendwo. Ich hatte Blog-Beiträge gelesen, Spezial-Podcasts angehört zu dem Thema und selbst mit Google-Ergebnissen Eindrücke gesammelt.

Was den Ausschlag gegeben hat, weiß ich schlußendlich nicht, denn es gab viele Faktoren. Aber dazu später mehr. Erst gehe ich auf meine Eindrücke der Veranstaltung ein:

Was mich gestört hat

Die Tatsache, dass…

  • sie Holger Laser rausgelassen haben, um an der Grenze des Fremdschämens zu agieren.
  • einige Mitglieder nur zu der Veranstaltung kamen, um Trikots abzustauben und direkt wieder gingen.
  • mindestens ein Mitglied mit einem nur für die Untertürkheimer Kurve freigeschalteten Abstimmungsgerät auf der Haupttribüne bei seinem Kumpel saß und keine Anstalten gemacht hat, für die Abstimmung kurz rüber zu gehen.
  • die Aussprache wieder einmal abgebrochen wurde. Wer Demokratie will, sollte sie auch zulassen!
  • einige Geräte in der Untertürkheimer Kurve anscheinend nicht funktioniert haben. Das wirft ein schlechtes Licht auf die Abstimmungen.
  • einige Leute einfach ihr Maul nicht halten können, wenn vorne am Pult jemand spricht, der auch noch ein zeitliches Limit hat. Es sollte jeder sprechen können, auch wenn einem die Meinung desjenigen nicht passt. Schnauze halten oder selbst sprechen gehen!
  • der erste Redner der Aussprache so schnell reden musste, weil er nur 5 Minuten hatte, aber trotzdem einen inhaltlich guten Vortrag. Leider ging es durch seine Hektik unter.

Was mich positiv überrascht hat

Die Tatsache, dass…

  • Stefan Heim doch etwas gut erklären kann, nämlich die Unterschiede zwischen den Rechtsformen. Was mich übrigens überzeugt hat, dass die AG eine gute Variante ist.
  • es so viele Stimmen gab ob des schlechten Termins, aber trotzdem über 14.000 anwesend waren.
  • einige Redner die richtigen Fragen gestellt haben, die den Vorstand zu interessanten Antworten genötigt haben.
  • Benno vom Commando Cannstatt einen deeskalierenden Beitrag gebracht hat. Die Message war, dass alle alles für den VfB machen müssen, egal, wie die Abstimmung ausfällt.
  • meine doch im Vorfeld eher abgeneigten Sitznachbarn auch die selbe Entscheidung getroffen haben wie ich.

Warum ich für die Ausgliederung war

Weil ich sicher sein kann, dass die Personen sich gut informiert haben und uns die beste Entscheidung vorgeschlagen haben. Ich rede dem Fließenleger auch nicht hinein, wie er seine Arbeit zu tun hat. Ich habe – wie man in meinen Kreisen sagt – gefährliches Halbwissen und will bei meiner Entscheidung entsprechend geleitet werden. Für mich überwiegen einfach die Vorteile.

Mitspracherecht geht verloren? Ja, wir haben vielleicht nicht mehr so viel Einfluß auf die verantwortlichen Personen, aber wann haben wir in der Vergangenheit unsere Rechte genutzt, um so jemand abzusägen? Wenn wir jemand absägen wollten, haben wir das in der Kurve und durch Gebruddel getan, nicht durch Abstimmungen. Ich vertraue den derzeit aktiven Personen, dass sie die Anschubfinanzierung für die richtigen Dinge nutzt. Bei Steinen kann man weniger falsch machen als bei Beinen.

Die AG ist die richtige Rechtsform? Ja, denn hier gibt es klare Regeln und Gesetze, an die sich die VfB AG halten muss. Es ist nicht möglich, besondere Kriterien und Paragrafen nachträglich einzuführen, die die AG in fremde Hände gleiten lässt. Bei der GmbH oder KGaA könnte das passieren.

Die holen zwei Spieler, dann ist das Geld weg? Nein. Eine Sache war schon vor der Ausgliederung klar, nämlich dass maximal 5 Mio. Euro dazu verwendet werden, in Beine zu investieren. 7 Mio. Euro gehen direkt erstmal für die Verbesserung der Trainingsplätze weg, die selbst Hannes Wolf zweimal öffentlich der nötigen Qualität abgesprochen hat. Was weiter passiert, weiß man jetzt noch nicht. Ich denke aber, dass noch einige bestehende Kredite aufgelöst werden, um die jährlichen Kosten zu mindern und mehr Geld auf Dauer für Beine zu bekommen.

Fazit

Es gab viele Diskussionen im Vorfeld und wie auch vor der Präsidentenwahl kam es so vor, dass sich der VfB in zwei Lager spaltet. Ich finde es gut, dass diskutiert wird, aber man sollte konstruktiv bleiben und die Meinung der anderen respektieren. Dies haben gestern viele nicht gemacht, aus Pro- wie aus der Contra-Ecke. Klar sind Emotionen dabei, aber auch hier gilt das, was Benno sagte: „Egal, wie die Entscheidung heute fällt, gebt in Zukunft weiter alles für den Erfolg der Mannschaft und des Vereins!“

 

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