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Warum für das TYPO3Camp Stuttgart zahlen?

Ein guter Einwand, den vielen bringen. Das TYPO3Camp läuft unter dem Motto eines Barcamps und das ist folgendermaßen definiert:

Die Teilnahme ist kostenlos und nur aus Platzgründen limitiert, eine vorherige Anmeldung daher notwendig. […] Die Kosten der Veranstaltung und für Verpflegung werden von Sponsoren getragen.

Im Grunde sagt dies schon alles aus, werden viele sagen. Das TYPO3Camp Stuttgart berechnet aber pro Teilnehmer 50 Euro (zzgl. MwSt.). Da denkt man im ersten Moment, die sind doch nur gewinnorientiert? Doch ich möchte jetzt aufklären, da es eine größere Diskussion ausgelöst hat.

Nehmen wir als Beispiel andere TYPO3Camps der letzten Jahre in Deutschland. Persönlich weiß ich den Preis des Camps in München, welcher seit 3 Jahren kostant bei 30 Euro pro Teilnehmer liegt. Das TYPO3Camp 2010 in Potsdam nahm den Teilnehmern über 70 Euro (soviel ich weiß). Das TYPO3Camp in Hamburg kam letztes Jahr ohne Unkosten aus und man konnte kostenlos teilnehmen. Respekt nach Hamburg!

Nun schauen wir einmal auf die Teilnehmerzahlen der verschiedenen Camps. Potsdam rechnete mit 100 Teilnehmern, in München hielt es sich zwischen 130 und 150 Teilnehmern, in Hamburg waren es auch knapp über 100 Teilnehmer.

Ich kann jetzt nicht genau kalkulieren, was die anderen Camps an Sponsorengelder eingenommen haben, aber ich kann etwa die Kosten der Verpflegung auf Basis des TYPO3Camps in Stuttgart berechnen. In Stuttgart sind 67 Euro pro Teilnehmer für eine hochwertige Verpflegung am Samstag und Sonntag festgesetzt. Gehen wir von dem Betrag aus, hätte Hamburg 6.700 Euro und München 10.050 Euro nur für das Essen bezahlt. Dazu kommen noch Give-A-Ways für etwa 20 Euro pro Person. Das wären für Hamburg 2.000 Euro und für München 3.000 Euro. Kommen wir auf Ausgaben von etwa knapp 10.000 Euro in Hamburg und 13.000 Euro in München.

10.000 Euro sind durchaus mit Sponsoren einzuholen, 13.000 Euro sind da schon ein bisschen schwerer. Aber dafür hat München ja auch Unkosten auf die Teilnehmer verteilt. Wenn wir jetzt allerdings von 200 Teilnehmern in Stuttgart ausgeht, kommt man auf Verpflegungsausgaben von 13.400 Euro plus 4.000 Euro für die Give-A-Ways.

Wir haben einige Sponsoren und auch einen angemessenen Sponsorenbeitrag, doch über 17.000 Euro durch Sponsoren zu machen, ist einfach nicht möglich.

Wer jetzt noch immer sagt, das wäre auch ohne Teilnehmerbeitrag möglich, der kann sich gerne an mich wenden und mir einen Vorschlag machen!

Wir wollen euch ein angenehmes TYPO3Camp bieten. Wir bieten TYPO3-Know-How auf höchstem Niveau, für das ihr nicht bezahlen werdet! Ihr bezahlt für die Unkosten, die ihr für ein Wochenende in Stuttgart sowieso gehabt hättet.
Wir könnten auch gemeinsam zum McDonalds oder Burger King fahren, aber wir haben uns für das gemütliche gemeinsame Essen im Schloß entschieden.

Wir wollen gemeinsam feiern, lernen, Vorträge halten und uns austauschen.

Und dafür kann man durchaus einen Unkostenbeitrag zahlen, oder was meint ihr?

Für das Geld bekommt ihr Verpflegung für komplette zwei Tage, drei hochwertige Give-A-Ways und TYPO3-Know-How vom Feinsten!

Und wem das immer noch zuviel Geld ist, braucht sich ja nicht anzumelden.

11 Comments

  • Am 01. März 2011 21:36 schrieb Peter:

    In München haben wir im letzten Jahr mit etwa 36 Euro pro Person für die Verpflegung am Samstag und Sonntag kalkuliert. Im Jahr davor war es sogar noch weniger. Ich denke, dort gäbe es durchaus noch Einsparpotenzial.

    • Am 01. März 2011 22:25 schrieb Thomas:

      36 Euro Kalkulation ist echt happig. Da habt ihr einfach Glück gehabt mit Thomy’s Kuchl.

    • Am 01. März 2011 21:40 schrieb Peter:

      Nachtrag: wir in Münchnen haben uns für 30 Euro Beitrag entschieden, um die No Show Rate möglichst gering zu halten bzw. den wirklich Interessierten die Möglichkeit zu geben, auch einen Platz zu bekommen. Sonst besteht die Gefahr, dass einfach ein Platz reserviert wird und nachher keiner kommt.

      • Am 01. März 2011 22:57 schrieb Stefan:

        Die Frage ist, was man am Ende erreichen möchte. Wer das Ziel vorgibt, einen möglichst niedrigen Kostenbeitrag zu erreichen, wird darüber nachdenken müssen, was eingespart werden kann. Muss es z.B. Give aways geben? Reicht auch ein kaltes Büffet?

        • Am 01. März 2011 22:59 schrieb Thomas:

          Wir haben uns für gutes Essen und für drei Give aways entschieden. Das muss dann jeder für sich entscheiden.

        • Am 02. März 2011 08:40 schrieb Sven Wolfermann:

          In Potsdam waren es 48€ soweit ich weiß.

          • Am 02. März 2011 09:14 schrieb Volker:

            Erstmal finde ich die Transparenz gut. Ich hoffe jedoch oben ist ein Schreibfehler, und wir reden von 50 € inkl. MwSt, da ja auch viele Privat kommen, und das für die sonst 60 € wären. (Alle anderen Beiträge waren auch inkl.)

            Meine persönliche Meinung habe ich ja wiedergeben. Mal ehrlich warum 3 giveways? Außer das T-Shirt habe ich persönlich noch kaum ein GiveAway genutzt. Ich weiß nicht wie es den anderen geht. Außerdem ist die Frage ob es wirklich 3 warme Mahlzeiten geben muss und am Samstag abend das Buffett nicht lieber hätte wegfallen können. Es wird sicherlich auch getrennte Wege geben, so das ggf. einige daran nicht mal teilnehmen werden. (Unsere Erfahrung zur Abendveranstaltung am Samstag abend)

            Weiterhin ist natürlich die Frage ob es 200 Teilnehmer werden / sein müssen. Ein Konzept könnte ja auch sein, man fängt mit 150 an, und wenn die belegt sind, versucht man über Sponsoren noch Etat für die weiteren Plätze zu bekommen. Wenn sie nicht besetzt sind, dann
            würde man mit 30 € ja auch hinkommen, da die Grundkosten gedeckt sind. Nur um nochmal eine Idee aufzuwerfen, die vielleicht vorher nicht bedacht wurde.

            Letzendlich könnte ein Sponsor ja mit 500 € dann jeweils 25 weitere Plätze bereitstellen. Wenn man das in der Mail extra erwähnt:

            XYZ ermögölicht weiteren 25 Teilnehmern am TYPO3camp Stuttgart teilzunehmen, mit ein paar Worten zu XYZ, könnte ich mir vorstellen, das man auch 1-2 weitere Sponsoren findet. 🙂

            Gut gut, ich höre ja schon auf. Insgesamt finde ich den offenen Umgang mit dem Thema Geld von Euch auf jedenfall super.!!!

            Gruß Volker

            P.S. in Hamburg hatten wir noch die Location als Kosten, ging trotzdem, wenn sicherlich auch eher knapp 🙂

            • Am 02. März 2011 09:17 schrieb Thomas:

              Danke Volker für dein Feedback!

              1. Das war kein Tippfehler, ist zzgl. MwSt.!
              2. Der Preis ist noch nicht fix! Da tut sich vielleicht noch was (natürlich nach unten!)
              3. bringt es nichts, wenn jeder selbst zusammenrechnet, was wir für Dies und Das bezahlen. Wir haben die Kalkulation, wir wollen diese Sachen haben und wir wollen ein qualitätsvolles TYPO3Camp anbieten!
              4. gibt es nur eine warme Mahlzeit Samstag abend. Und bei der T3AK11 hat es auch geklappt mit dem Zusammenhalten der Teilnehmer. 🙂

            • Am 02. März 2011 19:57 schrieb foertel:

              hey thomas,

              „wir wollen diese Sachen haben und wir wollen ein qualitätsvolles TYPO3Camp anbieten“

              ein barcamp ist nunmal kostenlos, gesponsored und spartanisch. 😉 wenn ihr luxus wollt, mit dickem essen und vielen give-aways ist das doch auch ok … wenn es „comfortable typo3 weekend“ heißen würde, hätte sich sicher keiner beschwert. es ist dann halt kein barcamp mehr …

              regards, foertel

              • Am 16. März 2011 23:05 schrieb Sollte ein TYPO3Camp etwas Kosten? | TYPO3 Blogger:

                […] würde die Frage gerne nochmal aufgreifen, weil im tomalo-blog die Frage aufgekommen ist. In den Kommentaren findet man dort bereits einige Meinungen, welche […]

                • Am 22. Mai 2011 18:57 schrieb Marc:

                  Also ich komme gerade vom Typo3Camp in Stuttgart und ich muss sagen unter anderem das Essen wie auch die Location waren absolute Spitzenklasse die glaub ich nicht zu toppen sind! Und ich zahle nächste Jahr gerne wieder 60 EUR für so ein tolles Event!
                  Gruß Marc

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